Unerwünscht! HSV versüßt Kitzbichler Abschied mit Abfindung
Aussortiert: Richard Kitzbichler hat beim Jara-Klub HSV keine Zukunft mehr
Wien - Sommerzeit ist Transferzeit. Doch der Spielermarkt im europäischen Klubfußball ist aufgrund der vorherrschenden Finanzkrise am Boden.
Sparen ist angesagt. Auch in der deutschen Bundesliga - und der HSV ist hier keine Ausnahme.
UEFA-Cup für HSV Fluch und Segen zugleich
Dabei hat der Klub von Trainer Kurt Jara eine erfolgreiche Saison hinter sich und beendete die abgelaufene Spielzeit auf Rang vier der Tabelle. Ein Platz, der zur Teilnahme am UEFA-Cup berechtigt.
Die Qualifikation für das internationale Geschäft ist für den HSV jedoch Fluch und Segen zugleich. Bevor der UEFA-Cup Geld in die leeren Kassen des Traditionsvereins spülen kann, kostet er ihn 1,8 Millionen Euro an Prämien, die der Verein gar nicht hat.
Mindestens 12,5 Millionen Euro beträgt das Defizit des HSV in dieser Saison. "Es gab noch nie einen Bundesligisten, der innerhalb eines Jahres einen so hohen Schuldenberg angehäuft hat", stöhnt Vereinschef Bernd Hoffmann.
Kitzbichler von Trainer Jara aussortiert
Die Konsequenz: Der Klub schnallt den Gürtel enger und setzt vor allem bei seinen Spielern den Hebel an. Der derzeit mit 26 Profis gespickte Kader wird abgeschlankt. In Zukunft werden nur noch 22 Mann dem Profi-Team angehören.
Auf der Abschussliste steht auch Richard Kitzbichler. Der Tiroler kam im Sommer 2002 ablösefrei aus Salzburg in die Hansestadt, bekam in Hamburg aber keinen Fuß auf den Boden und wurde von Landsmann Jara letztlich aussortiert.
Abfindung für freiwillige Vertragsauflösung
Nun soll Kitzbichler gehen - versüßt wird der Abschied mit einem noblen Handgeld. 200.000 Euro Abfindung erhält der 29-jährige Mittelfeldspieler, wenn er seinen bis 2005 laufenden Vertrag vorzeitig auflöst.
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Der Grund: Der HSV will Kitzbichler (500.000 Euro Jahres-Gage) von der Gehaltsliste streichen.
"Jetzt kriegen die Spieler sogar Kohle dazu, wenn sie gehen", schreibt die "Bild" in ihrer Donnerstags-Ausgabe süffisant.
Doch Kitzbichler ist kein Einzelfall. Auch Jörg Albertz wurde im Winter der Wechsel nach China mit 1,3 Millionen Euro leicht gemacht.
Wie es mit ihm weitergehen soll, weiß Kitzbichler selbst noch nicht genau. "Es gibt Gespräche, aber noch nichts Konkretes", meint der HSV-Reservist, der momentan in Tirol Urlaub macht.
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